Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis: Forschungsprojekt Business Process Management
In Zusammenarbeit mit der Hochschule Reutlingen, Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik, wurde ein gemeinsames Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. H. Glöckle gestartet. Mehrere Projektteams haben ihre Arbeit beendet und an ein neu zusammengestelltes Team übergeben, das wiederum ein Jahr an diesem Thema weiterarbeitet. Gegenstand des Projekts ist einerseits die konzeptionelle Entwicklung von Methoden zur Implementierung der kontinuierlichen Prozessgestaltung in den Unternehmen. Hier werden verschiedene Organisationsansätze untersucht und bewertet, die eine nachhaltige Verankerung des prozessorientierten Denkens in Unternehmen als Ergebnis haben können. Andererseits soll mit den Tools der SAP CE 7.2 und der Software AG (ARIS) eine komplette Prozesssteuerung aufgebaut werden, die als Plattform für Untersuchungen, zum Thema "Vom Prozessmodell zur lauffähigen Anwendung" dienen.
Projektbeginn war zum Sommersemester 2008, Phase 1 hatte eine Laufzeit von einem Jahr. Fünf Studierende aus dem Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik bildeten das erste Projektteam, andere Studierende haben das Thema übernommen und befinden sich jetzt in die vierten Runde.
Das neueste Projektteam greift jetzt im Wintersemester 2011 parallel auf die Tools der Software AG zurück und bearbeitet ähnliche Fragestellungen auf der WebMethods-Plattform.
Parallel hierzu beschäftigten sich drei andere Studierende für ein Semester mit dem speziellen Aspekt "Business Process Design Patterns". Sie entwarfen eine Reihe exemplarische Patterns für betriebswirtschaftliche Teilaspekte. Mit Hilfe dieser Patterns erhöht sich die Produktivität bei der Erstellung von Modellen massiv, bei gleichzeitiger Harmonisierung und Qualitätsverbesserung der Modelle.
Um den Praxisbezug sicherzustellen wurde, neben der Zusammenarbeit mit dem STZ PVM eine weitere Projektpartnerschaft mit einem mittelständischen produzierenden Unternehmen vereinbart, das einerseits SAP einsetzt und mit ARIS seine Prozesse modelliert.